In Pirot, eine Region im Süden Serbiens, hat das lokale Team von OlamAid vergangene Woche gemeinsam mit Freiwilligen aus Deutschland, lokalen Partnern und Roma-Familien zwei Tage lang angepackt – und dabei mehr bewegt als ein bisschen Erde und Holz.
Nachhaltige Arbeit in den Dörfern
In den Dörfern rund um Pirot haben die Freiwilligen Seite an Seite mit den Familien gearbeitet: Mit den Kindern wurde Gemüse gepflanzt und auf den nahegelegenen Feldern geerntet. Anschließend versammelten sich alle im örtlichen Gemeindezentrum: In spielerischen Workshops lernten die Kinder, wo Lebensmittel herkommen und was gesunde Ernährung bedeutet. Zum Abschluss pflanzte jedes Kind einen Bohnensamen für zuhause – zum Mitnehmen und Weiter Beobachten.
Ein sicherer Zugang für Jovana und ihre Familie
Ein besonderer Teil des Einsatzes fand bei Jovana und ihrer Familie statt. Jovana zieht sechs Kinder alleine groß. Trotz aller Herausforderungen steht für sie Bildung an erster Stelle – ihre älteste Tochter hat gerade das Gymnasium mit Auszeichnung abgeschlossen.
Während des Einsatzes bauten Freiwillige und lokale Partner gemeinsam mit Jovana einen neuen Hauseingang. Das klingt zunächst unscheinbar – aber bei starkem Regen oder Schnee standen Joanna und ihre Kinder jedes Mal vor einer tiefen Schlammpfütze, die den Zugang zum Haus teilweise komplett blockierte. Jetzt hat die Familie einen sicheren Zugang zu ihrem Zuhause, bei jedem Wetter.
Das Projekt verbesserte aber nicht nur die Wohnsituation der Familie. Es war auch ein Zeichen: Roma-Familien begegnen bis heute vielen Vorurteilen und Diskriminierung, die den Zugang zu Unterstützung erschweren. Deshalb war uns der direkte Kontakt und Austausch mit der Community wichtig – auf Augenhöhe.
Wir danken allen Beteiligten und den Familien in Pirot für ihr Vertrauen.