Der Krieg in der Ukraine hat zu weitreichenden Vertreibungen geführt und die humanitäre Notlage in ganz Osteuropa verschärft. Die Republik Moldau ist besonders stark betroffen: Seit 2022 hat das Land mehr als eine Million Neuankömmlinge aufgenommen und unterstützt zudem weiterhin mehr als 100.000 Geflüchtete. Gleichzeitig gefährden steigende Armutsraten und begrenzte nationale Ressourcen Geflüchtete und belasten die aufnehmenden Communitys.
In der Ukraine führen anhaltende Konflikte, unterbrochene Lieferketten und beschädigte landwirtschaftliche Flächen weiterhin zu akuter Ernährungsunsicherheit, insbesondere in den östlichen und südlichen Regionen. In Rumänien haben zwar zahlreiche Geflüchtete das Land durchquert oder sich dort niedergelassen, doch viele – insbesondere in vulnerablen Communitys – haben Schwierigkeiten, ihre Grundbedürfnisse zu decken, darunter den Zugang zu Nahrungsmitteln.
Gefährdete Gruppen wie Frauen, Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Menschen aus Minderheiten, darunter Roma und jüdische Bevölkerungsgruppen, stehen unverhältnismäßig großen Hindernissen gegenüber. Dazu gehören systemische Diskriminierung, eingeschränkter Zugang zu Dienstleistungen und ein erhöhtes Risiko sozialer Ausgrenzung, was die Ernährungssicherheit zu einem dringenden und anhaltenden Problem macht.
Das Projekt zielt darauf ab, die Ernährungssicherheit und den Zugang zu grundlegender Ernährung für schutzbedürftige und von Konflikten betroffene Bevölkerungsgruppen in der Ukraine, Moldawien und Rumänien zu verbessern. Durch einen integrierten, sektorübergreifenden Ansatz kombiniert die Initiative Nahrungsmittelhilfe, WASH-Dienste, Schutzmaßnahmen und Kapazitätsaufbau, um sowohl unmittelbare humanitäre Bedürfnisse sicherzustellen, als auch die langfristige Resilienz zu stärken. Das Projekt wird über Flüchtlingsunterkünfte (RACs), Gemeindezentren und mobile Einsätze umgesetzt und stützt sich auf die umfassende regionale Erfahrung von OlamAid sowie auf starke Partnerschaften mit lokalen Organisationen. Durch die Nutzung von Gemeinschaftsnetzwerken und kulturell angepassten Ansätzen gewährleisten wir eine inklusive, effiziente und bedarfsgerechte Unterstützung für Geflüchtete und marginalisierte Aufnahme-Communitys.
1. Ernährungssicherheit & Grundbedürfnisse
Das Projekt bietet mobile Lebensmittel- und Wasserverteilungen für die vom Konflikt betroffene Bevölkerung in der Ostukraine sowie für schutzbedürftige Flüchtlinge und Aufnahmegemeinschaften in Moldawien und Rumänien. Die Nahrungsmittelhilfe umfasst Grundnahrungsmittelpakete, warme Mahlzeiten und Kochutensilien für Haushalte mit begrenzten Ressourcen. Zusätzliche Unterstützung erhalten Schulen und Kindergärten, die Geflüchtete Kinder und Roma-Kinder aufnehmen, um den Zugang zu täglicher Ernährung sicherzustellen. Kleinlandwirtschaftliche Initiativen, wie beispielsweise Gemeinschaftsgewächshäuser, fördern zudem den nachhaltigen Zugang zu Nahrungsmitteln.
2. Grundversorgung
Der Zugang zu sicherem Trinkwasser und grundlegender Hygiene wird durch Wasserverteilungen und ergänzende WASH-Maßnahmen in unterversorgten und schwer erreichbaren Gebieten unterstützt. Diese Bemühungen tragen zur Verbesserung der Gesundheitsbedingungen und der Würde der betroffenen Bevölkerungsgruppen bei.
3. Community-Engagement & Inklusion
Das Projekt legt den Schwerpunkt auf die Einbindung vulnerabler Gruppen, insbesondere Roma- und jüdischer Gemeinschaften, um einen gerechten Zugang zu Nahrungsmittelhilfe und Dienstleistungen zu gewährleisten. Gemeinschaftsbasierte Ansätze fördern Vertrauen, Teilhabe und Inklusion und bekämpfen gleichzeitig Diskriminierung und soziale Ausgrenzung.
4. Kapazitätsaufbau & Systemstärkung
Lokale Organisationen und Freiwillige erhalten regelmäßige Schulungen, Supervision und institutionelle Unterstützung, um die Leistungserbringung und Nachhaltigkeit zu verbessern. Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau stärken lokale Systeme, verbessern die Koordination mit Behörden und schaffen Überweisungswege zu staatlichen und zivilgesellschaftlichen Diensten.
Verbesserung der Ernährungssicherheit und des Zugangs zu sicheren, nährstoffreichen Lebensmitteln für gefährdete und von Konflikten betroffene Bevölkerungsgruppen
Förderung nachhaltiger Ernährungssysteme und langfristiger Resilienz innerhalb der Communitys
Gewährleistung eines gerechten Zugangs zu Dienstleistungen für vulnerable Gruppen, einschließlich Roma- und jüdischer Communitys
Stärkung der Eigenständigkeit und Verringerung der Abhängigkeit von Nothilfe
Stärkung lokaler Kapazitäten und institutioneller Entwicklung für eine nachhaltige Versorgung